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Lina Lärche fragt nach der Sünde

Lina Lärche ist eine Künstlerin, die mit Comedy und Chansons die Menschen mitzieht – und sich auch mal von ihnen mit Rosen beregnen lässt. Im vergangenen Jahr gewann sie das Komische Festival „Bachstelze“ in Bad Belzig. Jetzt hat sie für ein voll besetztes Kleinkunstwerk gesorgt. Herzliches Lachen inklusive.

Artikel von Andreas Truschke


Bad Belzig

 Der Saal im Kleinkunstwerk am Ende der Bad Belziger Straße Mühlenhölzchen war am Sonntagnachmittag voll besetzt. Vereinzelt mussten sogar zusätzliche Stühle aufgestellt werden. Über einhundert Menschen waren gekommen, um die gut eineinhalbstündige Show von Lina Lärche mit altbekanntem Liedgut à la Zarah Leander, Piaf oder Knef zu erleben.

Gleich zu Beginn erfuhren die anwesenden Damen, wie gut sich der französische Akzent macht, wenn man den Mann dazu bewegen will, wieder einmal den Mülleimer rauszubringen. Frivol ging es weiter: „Man muss den Männern etwas bieten, wofür sind wir Frauen denn schön“, sagte Lina Lärche. Die Künstlerin bezog das Publikum ein – und die Besucher lachten und machten ihre Späße mit. Schließlich ist Lina Lärche in Bad Belzig längst keine Unbekannte mehr. Bereits im vergangenen Jahr gewann sie die Gunst des Publikums und damit die „Bachstelze 2016“, den Kleinkunstpreis aus Bad Belzig. Nun kehrte sie zum Ort ihres großen Erfolgs für eine Show zurück.

 

Höhepunkt war am Sonntag der titelgebende Chanson „Kann ein Riegel Sünde sein“. Lina Lärche lief zur Hochform auf. Gekonnt kombinierte sie Gesang, Pantomime und Schauspiel zu Kunst aus einem Guss. Zum Ende des Programms bat Lina Lärche Besucher Dieter Siemonsen auf die Bühne. Der Bad Belziger ließ rote Rosen über die Künstlerin regnen – und hatte sichtlich Spaß dabei. „Aber bitte nicht mit dem Stil nach vorn“, scherzte Lärche. „Das ist eine attraktive Frau“, sagte er im Anschluss. Wenn man da mal Rosenkavalier sein darf, schlage man das natürlich nicht aus. Begeistert war auch Marion Bohn aus Lütte. „Das Programm ist spritzig. Die Künstlerin hat Wortwitz und eine tolle Mimik. Sie ist sich für nichts zu schade und geht doch nicht unter die Gürtellinie“, meinte sie.

Nach einer Zugabe machten es sich viele Besucher noch draußen gemütlich und ließen den Nachmittag mit Wein und Gespräch ausklingen. Sie genossen die vom Team um Gerlinde Kempendorff geschaffene, fast schon familiäre, Atmosphäre im Kleinkunstwerk. Wer das selbst erleben will, der hat schon am letzten Augustwochenende beim 3. Komischen Festival „Belziger Bachstelze“ wieder Gelegenheit dazu.

Mehr Infos gibt es unter http://www.kleinkunstwerk-belzig.de

Artikel veröffentlicht: Montag, 14.08.2017 14:23 Uhr

Artikel aktualisiert: Donnerstag, 17.08.2017 00:19 Uhr